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Von Erdbeeren & guten Freunden

Vor diesem Post drücke ich mich schon seit über zwei Wochen. Solange ist es her, dass ich zusammen mit Meli und ihren beiden Mädels Molin und Ida auf dem Erdbeerfeld umher gestakst bin. Das geht mir immer so, wenn ich etwas besonders gut machen möchte. Die vier, inklusive der Mann der Familie Link, Harry, sind mir ganz schön wichtig und das jetzt schon bald seit zehn Jahren.

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Molin, die Ältere, war gerade mal ein Jahr, als ich sie das erste Mal gebabysittet habe. So hat das Ganze angefangen. Damals waren sie noch zu dritt, Ida ist noch irgendwo herum geschwommen. Heute arbeite ich nicht mehr für einen Hungerlohn von 4 € die Stunde, die Zeiten sind vorbei. Es wurde Platz gemacht für echte Freundschaft.

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Wir machen Dinge, die Freunde eben so tun: Ich sitze ab und zu für Spielenachmittage und Kinoabende mit den Mädels zusammen, Meli gibt mir ab und zu eine Yoga-Stunde. Ich passe auf das Haus und auf Katze Wilma auf während die Vier in Dänemark am Strand liegen und Harry liest meine Bachelorarbeit Korrektur (der Arme…). Ein Geben und Nehmen eben. Völlig ungezwungen und frei, mit vielen guten Gesprächen über Gott und die Welt.

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Wir kennen uns lange, wir kennen uns gut, wir sehen uns ständig und das ist schön so! Deswegen hat es mich auch sehr gefreut, dass Meli, Molin und Ida auch gleich Lust hatten, mit mir die berühmte Link-Marmelade für What’s Cooking, Lisa? zu kochen. An besagtem Tag haben wir dann also zwei Körbe Erdbeeren à 2,5 kg gefüllt. Erdbeeren pflücken habe ich schon damals als Kind immer eher als langweilig und mühsam empfunden, mich haben leider Bildschirme fasziniert.  Aber es nützt ja nichts, ich habe natürlich geholfen. Und es ging echt fix. Wenn man sich nicht nur faul am Feldrand rumgetrieben hat, hat man in der Mitte tiefrote und saftige Erdbeeren gefunden: Eine in den Korb, eine in den Mund oder so ähnlich… In der Linkschen Küche angekommen, die eher in ein skandinavisches Deko-Magazin passt als mitten nach Böblingen, wurden die Erdbeeren geputzt, klein geschnippelt und zusammen mit dem Gelierzucker aufgesetzt. Die Flasche Sekt wurde geköpft, ein bisschen von Melis Holunderblütensirup dazugegeben, Wilma ist uns um die Beine gestrichen, Angus & Julia Stone haben uns musikalisch begleitet (unbedingt anhören!) und die Erdbeeren auf dem Herd wurden zur Nebensachen. Weil es wirklich so einfach ist Marmelade zu machen.

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Danke Harry, danke Meli, danke Molin & danke Ida, für alles, was ihr für mich tut, dass ich mich auf euch verlassen kann & für die schöne Zeit, die wir immer zusammen haben!

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 Erdbeermarmelade:

1 kg Erdbeeren

500 g Gelierzucker

Saft einer Zitrone

 

Kalte Erdbeermarmelade:

250 g Erbeeren

125 g Gelierzucker für Fruchtaufstrich

Saft einer Zitrone

+ genügend sterile Gläser. Dafür einfach einen großen Topf voll Wasser auf den Herd stellen, aufkochen. Sobald das Wasser kocht, die Gläser und Deckel für ein paar Minuten hineingeben. Zum abkühlen, umgedreht auf ein Küchentuch stellen. Erst mit der Öffnung nach oben drehen, wenn man die Marmelade unmittelbar danach abfüllen möchte.

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Die Zubereitung der kalten Marmelade ist easy: Erdbeeren, Gelierzucker und den Zitronensaft pürieren (am besten mit einem Stabmixer), in sterile Gläser abfüllen – fertig! Da die Früchte hier nicht gekocht werden, ist der Fruchtaufstrich nur etwa acht Wochen haltbar.

Die klassische Erdbeermarmelade geht so: Die Erdbeeren und den Gelierzucker unter Rühren etwa 4 Minuten aufkochen. Rühren nicht vergessen, damit nichts am Boden kleben bleibt, das gibt später Klumpen. Zwischendurch den Zitronensaft hinzugeben. Haben sich Erdbeeren und Zucker gut verbunden, den Topf vom Herd nehmen und die Masse mit einem Stabmixer zerkleinern, je nachdem wie stückig man seinen Aufstrich mag. Für die genaue Kochzeit am Besten nochmals hinten auf die Verpackung des Zuckers schauen. Die Hersteller geben diese meistens genau an. Die noch heiße Marmelade in sterile Gläser füllen, gut verschließen und solche mit Drehverschluss auf dem Kopf auskühlen lassen. An einem kühlen, dunklen Ort lagern, dann sind sie noch ein paar Jahre haltbar.

Hat man mehr Erdbeeren, einfach in mehreren Portionen kochen bzw. pürieren, damit man die Übersicht behält und der Topf nicht zu voll wird, damit man noch entspannt umrühren kann.

Das Rezept lässt sich außerdem auf jegliche Obstsorte anwenden: Aprikosen, Himbeeren, Pflaumen, … Verfeinern kann man zum Beispiel mit Vanillemark – einfach mal ausprobieren!

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2 Kommentare

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