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Pizzateig aus 2 Zutaten (echt wahr!)

Ich konnte es erst auch nicht glauben, habe die Idee wieder verworfen, das Video ein zweites Mal angeschaut und wieder den Kopf geschüttelt. Ich habe meine Neugier nicht in den Griff bekommen und musste selbst hineinbeißen. Wirklich wahr: Es funktioniert. Es schmeckt wie Pizza und nicht wie Joghurt mit Mehl. Versprochen.

Traditionell gebackene italienische Pizza aus dem Steinofen ist natürlich eine Klasse für sich. Aber dieser Teig ist knusprig und weich und lecker. Wenn ihr gerne Neues ausprobiert, es (mal wieder) schnell gehen muss mit dem Abendessen oder ihr eure Freunde beeindrucken wollt: Dieses Rezept ist genau wonach ihr gesucht habt. Griechischer Joghurt und Mehl – es funktioniert, fragt mich bitte nicht wie.

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Zutaten für 2 Pizzen:

1 große Tasse Griechischer Joghurt (etwa 600 g)

1,5 große Tassen Mehl

Für den Pizzasugo:

1 kleine Zwiebel, fein würfeln

1 Knoblauchzehe

1 Dose gehackte Tomaten

1 großzügige Prise Zucker

1/2 TL getrockneter Oregano

Salz, Pfeffer

Für den Belag:

3 EL Olivenöl

1-2 Knoblauchzehen, fein gewürfelt

Salz, Pfeffer

etwa 150 g frisch geriebener Parmesan

etwa 350 g Mozzarella

1 Handvoll frischer Basilikum

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Die Zwiebel und eine Knoblauchzehe in Olivenöl fünf Minuten glasig andünsten. Mit den Dosentomaten ablöschen, kurz aufkochen und dann etwa 20 Minuten köcheln lassen, bis eine dickliche Tomatensauce, genannt Sugo, entsteht. Mit Zucker, Salz, Pfeffer und Oregano abschmecken.

In der Zwischenzeit: Das Olivenöl, den restlichen Knoblauch und etwas Salz und Pfeffer in eine kleine Schüssel geben, zur Seite stellen.

Den Ofen auf 200°C vorheizen. Mehl und Joghurt in eine große Schüssel geben. Wer den Teig etwas fluffiger mag, der kann 1 TL Backpulver hinzufügen. Ich habe den Teig sowohl mit als auch ohne Backpulver gemacht und es hat beide Male funktioniert. Die Zutaten mit einem Holzlöffel gut verrühren und danach solange von Hand kneten und Mehl hinzugeben, bis ein Teig entsteht. Er sollte ausrollbar sein und nicht mehr an den Händen kleben, wenn man ihn anfasst.

Wer mag, kann den Teig in Frischhaltefolie einwickeln und später verwenden. Oder ihn gleich auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, in die gewünschte Form rollen, ziehen und drücken und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Ich habe das Gefühl, der Teig wird knuspriger, wenn man den Boden für fünf Minuten ohne Belag vorbackt, macht das also gerne!

Dann nach Belieben belegen. Mein Belag sah so aus: Knoblauchöl dünn auf den Pizzaboden pinseln, dabei immer einen Rand lassen (das habe ich bei diesem Foto ein bisschen vernachlässigt). Den Tomatensugo gleichmäßig verstreichen und Parmesan und Basilikum darüberstreuen. Den Mozzarella in gleichmäßige Würfel schneiden, auf der Pizza verteilen und etwa 20 Minuten backen.

PS: Schmeckt auch noch kalt am nächsten Tag!

Auch erschienen unter meiner wöchentlichen Kolumne auf EDITION F!

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6 Kommentare

  1. Danke für das tolle Rezept.

    Bist Du sicher mit den 600g Joghurt? Ich brauchte Unmengen an Mehl, um den Teig halbwegs formbar und nicht mehr klebrig zu bekommen. Oder mache ich irgendwas falsch?

    • Hi Ingo, ja, wegen der Menge würde ich bei etwa 600 g bleiben. Man braucht sehr viel Mehl, das stimmt. So viel, dass du einen vernünftigen Teig hast. Du machst alles richtig 🙂

  2. Pizzateig aus zwei Zutaten?! Habe ich noch nie gehört und das klingt echt spannend 🙂 Liebe Grüße und schön dich kennegelernt zu haben, bis zum nächsten Mal? Liebe Grüße Judy

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