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Pasta mit Tomaten, Rucola und Knoblauch (deutsch/english)

Die Mittagessen, die meine Mutter früher nach der Schule immer für meine Schwester Theresa und mich gekocht hat, waren an Einfachheit nicht zu übertreffen. Sie wechselten in regelmäßigen Abständen zwischen gebratenen Maultaschen, Pfannkuchen, wahlweise mit Champignonsauce (meine Schwester filtert bis heute die Pilze raus) und Nutella, Grießbrei mit Apfelmus oder folgenden Nudelgerichten:

  • angebratene Nudeln mit Eiern und Ketchup
  • Spaghetti mit Tomatensauce
  • Spaghetti mit Theresas Lieblingssauce (ich weiß bis heute nicht genau, was da alles drin ist)
  • Nudeln mit Schinken-Sahne-Sauce
  • Spaghetti mit Pilzen, Spinat und Sahne

Und eine ähnliche Variante dieser Pasta hier. Ab und zu gab es auch grünen Salat oder, wenn es lange kein Gemüse gab, eine Kartoffel-Karotten-Brokkoli-Platte mit heller Sauce – sehr fein!

Nicht falsch verstehen: Es hat immer geschmeckt, ich habe mich schon damals jedes Mal auf’s Essen gefreut, wir sind offensichtlich nicht verhungert und meine Mutter ist eine sehr gute Mutter (für mich die allerbeste!). Letztendlich schmeckt alles nach Gourmetküche, wenn man scheinbar endlose Stunden im Matheunterricht verbracht hat, und die gemeinsame Zeit ist doch eh das Wichtigste: Egal, ob meine Mama in fünf Minuten Nudeln anbrät oder ich mit Gemüse, Fett und Eiern experimentiere. Jeden Mittag saßen wir zusammen am Esstisch, haben gestritten, gelacht, diskutiert, manchmal alles erzählt, was uns auf dem Herzen lag, und manchmal trotzig geschwiegen, weil es schon wieder Reste gab. Gutes Essen muss nicht viel Kosten, nicht lange dauern, braucht keine komplexe Zutatenliste und satt wird man trotzdem – das habe ich auf jeden Fall daraus gelernt. Mama, du bist die Beste! (Danke, dass du Spaß verstehst und nicht sauer auf mich bist, nachdem du das hier gelesen hast.)

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The school lunch my mum prepared for me and my sister Theresa every afternoon cannot outdo simplicity. In regular intervals, she took turns between fried „Maultaschen“ , pancakes, as desired with a champignon sauce (my sister is a picky eater and still filters the mushrooms out) or Nutella, semolina with apple sauce or the following pasta dishes:

  • fried pasta with eggs and ketchup
  • spaghetti with tomato sauce
  • spaghetti with Theresa’s favourite sauce (i don’t know what the sauce consists of until today)
  • pasta with ham and cream
  • spaghetti with mushrooms, spinach and cream

And a variation of this recipe. Every now and then, we had a green salad or a potato-carrot-broccoli-platter with a light sauce – very fancy! 

Don’t get me wrong: It was yummy all the time, I already got excited about lunch every day back then, obviously we didn’t starve and my mum is the world’s best mum! In the end, everything tastes like gourmet kitchen after endless math hours in school. The best thing: Our time together. At lunch time, my mum, my sister and I were sitting together fighting, laughing, talking and discussing. And sometimes, Theresa and I just sat there in silence because we – again – had to eat leftovers. Good food doesn’t have to be expensive, doesn’t take long hours to cook and doesn’t need a complex list of ingredients – I learned a lesson from it. Mum, you are the best! (Thank you, for being funny and for not being mad with me after reading this.)

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Zutaten für 2 Personen:

200-250 g Vollkornspaghetti

Olivenöl

1 Zwiebel

2 Handvoll Cocktailtomaten oder 6 Rispentomaten

2 Knoblauchzehen

1 Handvoll Basilikum

Salz und Pfeffer

Chili (optional)

2 Handvoll Rucola

Parmesan (optional)

Wasser in einem großen Topf zum Sprudeln bringen, großzügig Salz hinzufügen. Die Spaghetti nach Packungsanleitung al dente kochen.

Den Boden einer Pfanne mit Olivenöl bedecken und erhitzen. Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und bei mittlerer Hitze andünsten. Basilikum in feine Scheiben schneiden und zur Seite stellen.

Tomaten ganz klein würfeln und zusätzlich mit einem großen Messer durchhacken. Tomaten inklusive dem ausgetretenen Saft in die Pfanne geben, alles gut verrühren und kurz leicht köcheln lassen, bis Öl und Tomaten eindicken. Salzen, pfeffern und wer mag ein bisschen Chili dazu. Basilikum untermischen.

Die fertigen Spaghetti in die Pfanne geben, alles gut vermengen und zum Schluss, kurz vor dem Servieren, den Rucola unterheben. Mit Parmesan bestreuen. Guten Appetit!

Tipp: Schon mal eine Pasta-Party gemacht? Mehr dazu auf EDITION F!

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Ingredients for 2 portions:

200-250 g wholemeal spaghetti

olive oil

1 onion

2 handfuls of cherry tomatos or 4-5 plum tomatos

2 cloves of garlic

1 handful of basil

salt and pepper

chilli (optional)

2 handfuls of rocket

parmesan (optional)

Bring a big pot filled with water to a boil. Put in a generous amount of salt and cook spaghetti al dente.

Cover the bottom of a pan with olive oil. Dice onion and garlic and braise lightly. Cut basil into fine slices. Set aside.

Dice tomatoes very small and further chop them with a big knife. Put tomatoes with its juice into the pan, mix well and let it simmer until oil and tomatoes start to thicken. Add salt and pepper and if you like chilli. Mix in basil.

Pour drained spaghetti into the pan, mix well and just before serving, add the rocket. Top with parmesan – enjoy!

 

3 Kommentare

  1. „Pfannkuchen, wahlweise mit Champignonssauce oder Nutella“ – irgendwie sind doch alle Kinder gleich. Wenn ich hier frage, was sie essen wollen: Pfannkuchen mit Nutella und wenn es vorher eine salzige Füllung sein soll, dann Hackfleisch mit Zwiebeln“

    Aber Pasta richtig gut gekocht und nicht zu weiche gekocht und mal wieder etwas kühl wie in der Mensa, dass geht auch immer.

    LG
    Annette

  2. Pingback: Guten Appetit –

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