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Mandel-Ricotta-Tarte mit Ananas

Obwohl ich für so ziemlich alles Kulinarische zu haben bin, läuft mir bei so manchen Lebensmitteln nicht direkt das Wasser im Mund zusammen. Marzipan zum Beispiel. Und leider auch Ananas. Sie ist süß, sie hat keine Kerne und ist erfrischend, trotzdem ziehe ich ihr jede andere Frucht vor (ganz oben auf der Liste: Wassermelone, Blaubeeren, Erdbeeren).

Mein lieber Freund Marcel von voll gut & gut voll sieht das ein bisschen anders. Bei ihm ganz oben auf der Liste: Ananas. Obwohl ich anmerken möchte, dass er die Frucht neben ihrem Geschmack vor allem wegen ihres schönen Äußeren sehr ansprechend findet. Er ist Design-Freak und optischer Perfektionist. #loveyoumarci

Ganz kurz, um alles auf den Punkt zu bringen: Sein Blog voll gut & gut voll wird diesen Monat ein Jahr, sein Logo besteht aus einer Ananas, am ersten Geburtstag wird deswegen eine Ananas-Party gefeiert und ich springe über meinen Schatten und meinen Geschmack, lasse dafür Freundschaft walten und backe ihm aus gegebenem Anlass einen Ananaskuchen. Ich mag ihn wirklich sehr, diesen Marcel.

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Diese Tarte habe ich schon einmal nach einem Rezept von Liz Prueitt gebacken, die mit ihrem Mann Chad die berühmte Tartine Bakery in San Francisco betreibt. Ich liebe ihren Instagramaccount: Sie gewährt Einblicke in ihren Alltag und teilt immer wieder ein paar einfach Lieblingsrezepte und Küchentipps. Damals habe ich die Tarte nach Originalrezept mit leicht zu dicken Orangenscheiben mit Schale nachgebacken, die leider jeden Bissen ein wenig zu bitter schmecken ließen. Der Teig war fabelhaft, die Polenta hat der Tarte ein wenig Biss gegeben, die Zitronen haben dafür gesorgt, dass sie nicht zu süß schmeckt. Dieses Mal habe ich einfach Ananasscheiben auf den Boden der Form gelegt, die Zucker-Wasser-Mischung der Süße der Frucht angepasst und bin ansonsten dem Rezept von Liz gefolgt. Warum es schon wieder ein glutenfreier Kuchen wurde – reiner Zufall. Ob glutenfrei aus irgendeinem Grund gleichzusetzen ist mit „besonders lecker und überhaupt nicht trocken“ – auf jeden Fall!

HAPPY BIRTHDAY zum einjährigen Blogbestehen, lieber Marcel! Du bist toll und inzwischen ein sehr guter Freund geworden. Bleib‘ wie du bist und, weil eigentlich dein Blog Geburtstag hat: Sei weiter so neugierig, akribisch, leidenschaftlich,… mit deinem Baby und hör‘ vor allem nie auf dazuzulernen! <3

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Zutaten für 1 Tarteform

7-8 Scheiben Ananas

110 g Butter

150 g Zucker

3 Eigelb + 3 geschlagene Eiweiß

170 g Ricotta

3 Zitronen, Saft und Abrieb

1 Prise Salz

60 g Polenta

135 g gemahlene Mandeln

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Ofen auf 160°C Ober-/Unterhitze vorheizen. Eine Tarteform mit Butter einreiben und den Boden mit Backpapier auslegen (dafür einfach einen Kreis so groß wie die Form ausschneiden). Wer es sehr süß mag, der verteilt jetzt eine Mischung aus 30 g Wasser und 100 g Zucker auf dem Boden, bevor  die Ananasscheiben darauf gelegt werden, so dass keine Lücke bleibt.

Butter und Zucker mit einem Schneebesen oder der Küchenmaschine schaumig rühren. Eigelbe unterrühren, dann den Ricotta, den Zitronensaft und -abrieb und das Salz. Polenta und gemahlene Mandeln unterheben, dann das geschlagene Eiweiß.

Den Teig gleichmäßig über die Ananas verteilen und etwa 30 bis 45 Minuten backen.

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2 Kommentare

  1. Marcel sagt

    Hallo Lisa,

    ich habe die Tarte gebacken und sie war köstlich. Das kam so: Neulich habe ich das zweite Mal „Die Sopranos“ geschaut. In der Serie wird sehr oft und sehr ausführlich über Essen geredet. Dadurch habe ich schon die ein oder andere Anregung gefunden, weil ich es einfach mal nachgekocht habe.

    In einer Folge spielt eine „Ananas-Ricotta-Tarte“ eine kleine Rolle und das hat sich so lecker angehört, ich habe gleich gegoogelt. Dein Rezept ist tatsächlich das einzig auffindbare. Obwohl ich gerne und oft koche, war es das erstes Mal für mich: Ich habe noch nie einen Kuchen gebacken.

    Also, tolles Rezept, schnell und unkompliziert aber trotzdem lecker und sehr raffiniert. Einer meiner besten Freunde hat eine Stoffwechselstörung und muss sich absolut glutenfrei ernähren. Ich glaube ich backe nochmal eine Tarte und lade ihn statt zum Feierabendbier (bzw. bei ihm Feierabendwein) mal zu Kaffee und Kuchen ein.

    • Lisa sagt

      hallo lieber marcel, erstens: ich freue mich immer über kleine persönliche geschichten 🙂 zweitens: kaffee und kuchen gehen immer!!! drittens: ich schaue heute meine erste folge die spranos. danke dir für die inspiration und lass es dir schmecken! liebe grüße, lisa

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