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Omas Liebling: Butterkuchen

Meine Oma ist ein komischer Kauz und ich liebe sie über alles. Seit ich denken kann, trägt sie den gleichen pink-metallenen Nagellack auf ihren langen Fingernägeln – sie lackiert und repariert abgebrochene auch mit über 80 Jahren immer noch selber. Zum Frisör geht sie jeden Mittwoch, damit ihre kurzen violetten Locken auch richtig sitzen. Sie zieht immer eine etwas zu intensive Parfümwolke hinter sich her und sie pafft nur, rauchen ist etwas anderes, und dann auch nur diese langen, dünnen Menthol-Zigaretten. Eine ziemliche Diva meine Oma, fällt mir gerade beim Schreiben auf.

Und auch wenn man ihr das Alter an ihrem immer kleiner werdenden Körper, nicht aber an ihrem geistigen Zustand, so langsam ansieht, verliert sie ihren intelligenten Humor, ihre amüsant schnippische Art und ihren Hunger nach den süßen Dingen des Lebens einfach nicht. Mit genau dieser Art bringt sie ihre beiden Töchter, meine Mutter und Tante, zwar regelmäßig auf die Palme, aber trotzdem: schon immer ein sehr großes Vorbild, diese Oma Irina. Sie macht ihr Ding und sagt und tut genau das, wonach sie sich fühlt. Vielleicht ist das das Geheimnis eines langen und glücklichen Lebens.

Ich erinnere mich noch genau an früher. Wenn sie manchmal bei uns übernachtet hat, wusste ich: Wenn Mama und Papa noch tief und fest schlafen und von ihren beiden Töchtern nichts wissen wollten, dann konnte ich mit meinen kleinen kalten Füßen unter ihre Bettdecke schlupfen und mir Geschichten über Russland, den Krieg und ihre Zeit als Kindermädchen in Frankreich anhören. Unter ihre Bettdecke schlüpfe ich zwar nicht mehr, Geschichten von früher und heute erzählt sie aber nach wie vor und ich höre sie mir sehr gerne an.

Dieser Butterkuchen von meiner Mama gehört neben den französischen Petit Fours zu ihren liebsten Speisen. Oma Irina ist halt eine Süße.

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Zutaten für ein Blech:

2 Tassen Mehl
1 Becher saure Sahne
1 Tasse Zucker
3 Eier
1 Päckchen Backpulver
150 g Zucker
3 EL Kondensmilch (Milch, Buttermilch oder zur Not geht auch weglassen)
etwas Zimt
150 g zerlassene Butter
1 Päckchen Vanillezucker
 200 g Mandelscheiben

Ofen auf 200 Grad vorheizen.

Mehl, Sahne, eine Tasse Zucker, Eier und Backpulver miteinander verrühren. Die Masse auf ein mit Backpapier belegtes Backblech streichen und 10 Minuten vorbacken.

Für den Guss die restlichen 150 g Zucker, Kondensmilch, Zimt, Butter und Vanillezucker zusammenrühren.

Den Guss auf den vorgebackenen Teig geben, mit den Mandelscheiben belegen und weitere 10 Minuten backen bis sich eine goldbraune Kruste bildet.

Abkühlen lassen und dann in die gewünschte Größe schneiden.

7 Kommentare

  1. Olivia sagt

    Hey! Vielleicht übersehe ich da gerade was,aber welche Menge Zucker ist für welchen Teil? Die Tasse Zucker für die Glasur und die 150g für den Teig? Danke und LG!

    • Lisa sagt

      hi olivia, die tasse für den teig und die 150 g für die glasur. ich stell das gleich mal klarer im text;-) liebe grüße!

  2. Pingback: Paglia e fieno: Bandnudeln mit Sahne-Pilzsauce | PASTAMANIAC

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